Hospiz Österreich ist der Dachverband für über 400 Hospiz- und Palliativeinrichtungen in ganz Österreich. Hospiz- und Palliativversorgung soll für alle Menschen, die sie brauchen, erreichbar, zugänglich und leistbar sein – das ist das Hauptziel des als Verein organisierten Dachverbandes.

Der Lebenswelt Heim Bundesverband als die Stimme für ein wertvolles Alter(n) trägt dieses Ziel zu hundert Prozent mit. Deshalb ist es dem Präsidenten Jakob Kabas jeweils ein großes Anliegen, Hospiz Österreich als Beiratsmitglied bestmöglich zu unterstützen. Viele Instrumente wie zB der Vorsorgedialog und PANO (Versorgung mit palliativen Notfallmedikamenten) sind inzwischen aus den österreichischen Pflegeheimen nicht mehr wegzudenken und beeinflussen die Lebensqualität der Bewohner:innen positiv.

Im Mai 2026 durfte Claudia Hofmann als Generalsekretärin den Lebenswelt Heim Bundesverband bei der Beiratssitzung von Hopsiz Österreich vertreten. Im Beirat sind viele wesentliche Player in der österreichischen Gesundheits- und Pflegelandschaft vertreten, u.a. die Österreichische Ärztekammer, das BMASGPK, GÖG, ÖGKV, ÖPG, BAG Freie Wohlfahrt und Ländervertretungen. „Das Besondere aus meiner Sicht ist, dass im Beirat Menschen zusammenkommen, die alle tatsächlich mit Palliative Care und Hospiz in der Grundversorgung beschäftigt sind. Damit kann der Beirat auch wirklich praxisrelevante Inputs, Fragen und Anregungen liefern. Und das tun die Mitglieder auch. Es ist bereichernd, mit an einem Tisch zu sitzen, an dem alle dasselbe Anliegen haben – nämlich eine gute Versorgung, Pflege und Betreuung bis zum Lebensende – und jede und jeder mit der eigenen Perspektive einen Beitrag dazu leistet“, beschreibt Claudia Hofmann ihre Erfahrung. 

Aktuell beschäftigt sich der Dachverband intensiv mit der nachhaltigen Implementierung des Projekts PANO. Mit Hilfe dieses Projekts ist es möglich, Bewohner:innen in Pflegeheimen, Gästen in stationären Hospizen oder Palliativeinrichtungen sowie Patient:innen palliativer Hospizteams rasch mit palliativen Nofallmedikamenten versorgen zu können und vor allem, diese patient:innenUNabhängig bevorraten zu können. 

Außerdem ist die Umsetzung des Vorsorgedialogs im Spannungsfeld knapper Ressourcen und steigender Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen ein wichtiges Thema. Gerade hier sind Praxiserfahrungen besonders relevant. In der Diskussion ist klar geworden, wie sehr die Veränderungen im niedergelassenen ärztlichen Bereich die Vorbereitung auf die letzte Lebensphase beeinflussen. Das „klassische“ Bild des Hausarztes, der seine:n Patient:in jahrzehntelang kennt und daher ein großes Vertrauensverhältnis aufbauen konnte, entspricht in den seltensten Fällen noch der Realität. Daher wurde unter anderem die Einbindung von Primärversorgungszentren in die Bemühungen des Dachverbandes diskutiert.

Gleichzeitig ist klar geworden, dass auch im mobilen Bereich der Betreuungsbeginn durch Pflegedienste „nach hinten rückt“ und die neuen Klient:innen häufig bereits einen sehr hohen Pflegebedarf aufweisen. Denkt man an den optimalen Zeitpunkt für den Vorsorgedialog, ist dieser beim Betreuungsbeginn oft schon verstrichen.

„Wie immer habe ich den fachlichen Austausch, das Einbringen unterschiedlicher Perspektiven und die bereichernden Gespräche sehr genossen“, bedankt sich Claudia Hofmann beim Team von Hospiz Österreich.

 

 

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